Bankomaten in Zürich und St.Gallen gesprengt: Rumäne muss sich vor Gericht verantworten

Quelle: Bankomatensprengung in Neftenbach, Dezember 2019 / CH Media Video Unit / BRK News

Die Bundesanwaltschaft hat gegen einen Rumänen Anklage eingereicht. Der 45-Jährige soll im Dezember 2019 in Sevelen und in Neftenbach je einen Bankomaten aufgesprengt und daraus Bargeld gestohlen haben.

Die Bundesanwaltschaft hat gegen den Rumänen, der keinen festen Wohnsitz in der Schweiz hat, beim Bundesstrafgericht Anklage eingereicht. Dem 45-Jährigen wird mehrfache Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase, mehrfacher Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen.

Hohe Beute und hoher Sachschaden

Laut Anklage soll der Beschuldigte am 12. Dezember 2019 in Sevelen einen Bankomaten mit Sprengstoff aufgebrochen haben. Daraus klaute er Bargeld in der Höhe von 126'600 Franken. Am Automaten und an der Hausfassade entstand Schaden von rund 100'000 Franken.

Ein mutmasslicher Komplize, ein 30-jähriger Rumäne, wurde bereits im Jahr 2021 angeklagt, dort ist noch ein Berufungsverfahren vor Bundesgericht hängig.

Am 20. Dezember 2019 soll der 45-jährige Rumäne in Neftenbach einen weiteren Bankomaten aufgesprengt und 103'200 Franken erbeutet haben. Auch hier entstand hoher Sachschaden in der Höhe von rund 160'000 Franken.

In beiden Fällen soll der Mann zusammen mit weiteren Tätern vorgegangen sein. «Um wen es sich dabei handelt, konnte bislang trotz umfangreicher Ermittlungen nicht eruiert werden», heisst es bei der Bundesanwaltschaft.

Rumäne in Dänemark verhaftet

Das Verfahren gegen den Mann wurde von der Bundesanwaltschaft geführt, da Sprengstoffdelikte in ihre Zuständigkeit fallen. Der Mann wurde im Verlauf der Ermittlungen international zur Haft ausgeschrieben, später in Dänemark verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert. Seit März 2023 ist er im vorzeitigen Strafvollzug.

veröffentlicht: 6. September 2023 10:12
aktualisiert: 10. November 2023 05:48
studio@radiofm1.ch