«Keine Distanz zum Publikum»

Ein Feeling fast wie im eigenen Wohnzimmer: Der belgische Sänger Milow hat am Donnerstag eine exklusive Show nur für FM1-Hörer gespielt. Hier gibt's die Bilder des Abends.

«Ich würde vier Stunden für euch spielen, müsste ich heute Abend nicht zurück nach Brüssel fliegen.» Sänger Milow (37) schien von seinem Publikum beim FM1-VIP-Konzert angetan zu sein. Am Donnerstagabend trat er im Gossauer BBC vor nur 90 Gästen auf – in fast intimer Atmosphäre. Tickets für den besonderen Abend gab es keine zu kaufen. Wer dabei sein wollte, musste schnell sein und ins Radiostudio anrufen, wenn sie oder er einen von Milows Hits hörte.

«Näher, klarer, bedeutsamer»

Hörerinnen und Hörer aus 40 Ostschweizer Gemeinden, dem Fürstentum Liechtenstein und Österreich schafften es auf die begrenzte Gästeliste. Manche umarmten und küssten sich, als Milow seine Songs «Michael Jordan», «Help», «You Don't Know» und Co. performte. «Es war sensationell, so nah an den Star ranzukommen», bilanziert Thomas. Das Feeling sei nicht vergleichbar mit einem Festivalkonzert, meint der Herisauer, der selbst jeweils an einem Openair arbeitet. «Hier war es viel näher, klarer, bedeutsamer.»

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Quelle: TVO

Ticketgewinnerin Susanne aus Goldach ist seit Jahren grosser Milow-Fan. «Ich habe die Songs heute Abend hautnah miterlebt. Milows Emotionen sind direkt auf mich übergegangen und haben mich direkt ins Herz getroffen.» Auch Michelle aus dem thurgauischen Braunau lobt die familiäre Stimmung. «Es war angenehm, dass die Leute nicht so penetrant vor der Bühne gestanden sind wie bei anderen Konzerten.»

«Will öfter in die Schweiz kommen»

Milow mochte es, den Leuten im BBC direkt in die Augen sehen zu können. «Es gab keine Distanz zwischen dem Künstler und dem Publikum», sagt er nach seiner Show. «Ich habe mich sehr wohl gefühlt. 2020 will ich versuchen, öfter in die Schweiz zu kommen.» Wer nicht so lange warten möchte, kann Milow am 13. Oktober in Zürich und einen Tag später im grenznahen Dornbirn miterleben.

«Ihr sind alles geili Sieche»

Der charismatische Belgier überzeugte nicht nur mit seiner Singstimme. So zeigte er stolz, wie gut er für die TV-Show «Sing meinen Song – das Tauschkonzert» Deutsch gelernt hatte. Selbst mit ein paar Schweizerdeutschen Sätzen konnte er auftrumpfen. «Ihr sind alles geili Sieche», lobte er seine Fans. Mit den auswendig gelernten Zungenbrecher «De Papst het s'Bsteck z'spot bstellt» brachte er alle im BBC zum Lachen.

Vor dem Konzert haben Aurelia und Morgen-Joe von den FM1-Wachmachern Felix Unholz und Milow mit einer Flämisch-Challenge herausgefordert: Felix musste Milow Fragen in dessen Muttersprache stellen, ohne die Übersetzung zu kennen. Wie dieses aussergewöhnliche Interview ausgegangen ist, erfährst du heute Freitagmorgen zwischen 6 und 10 Uhr in der Morgenshow.

Laurien Gschwend