Viel Schnee und «Action» ist im Anmarsch

Das FM1-Land verwandelt sich in den nächsten Tagen in ein Winterwunderland. Praktisch überall ist Schnee angesagt, allerdings in den einen Regionen mehr als in anderen. Dazu warnt auch der Bund vor starkem Schneefall und schraubt die Gefahrenstufe nach oben.

«Einen gewaltigen Klapf Schnee wird es in unserer Region geben», sagt Roger Perret, Wetterexperte bei Meteonews. Allerdings gibt es auch im FM1-Land grosse Unterschiede, was die Neuschneemenge betrifft. Am meisten Schnee fällt, bis in die Nacht auf Donnerstag, im Toggenburg, dem Appenzellerland und vor allem im Sarganserland und in Graubünden. «In den höheren Lagen sagen die neusten Modelle weit über einen Meter Neuschnee voraus», sagt Perret. «Aber auch in den tieferen Lagen, allen voran im Sarganserland und im Churer Rheintal, erwarte ich sicher 30 Zentimeter Neuschnee.»

Region Bodensee bleibt vom grossen Schnee verschont

Ein wenig anders sieht es im Thurgau und dem Rheintal aus. «Im Rheintal dürfte es auch schneien, allerdings werden sich die Schneeflocken mit den Regentropfen abwechseln.» Im Thurgau warten die Leute laut dem Meteonews-Experten vergebens auf den grossen Schnee: «Die Bodenseeregion wird höchstens angezuckert. Dort erwarte ich maximal drei Zentimeter Schnee.»

Sturm trübt Skivergnügen

Doch nicht nur der angekündigte Schnee sorgt für Action. Vor allem in den Bergen dürfte es in den kommenden Stunden heftig stürmen. Perret sagt dazu: «In den Bergen erwarten wir Windböen von über 100km/h. Heisst, dass vermutlich nicht mehr alle Skilifte, vor allem jene an exponierten Stellen, betrieben werden können.» In tieferen Lagen sagt der Meteorologe keinen Sturm voraus: «Es gibt zwar vereinzelt auch Windböen von bis zu 60km/h. Das ist aber kein richtiger Sturm.»

Steigende Lawinengefahr – Bund warnt

Wenig überraschend erwartet Roger Perret auf dem Säntis Spitzenwindgeschwindigkeiten. «Weil der Säntis schon sehr ausgesetzt ist, erwarte ich dort Windböen von bis zu 130km/h.» Weiter wird in den Bergen die Lawinengefahr massiv ansteigen. An vielen Orten dürfte die zweithöchste Lawinengefahrenstufe vier ausgerufen werden. «Alles andere wäre erstaunlich», sagt Perret.

Auch der Bund warnt auf Twitter vor starkem Schneefall.Er ruft vorläufig in den Bergen die Gefahrenstufe 3 von 5 aus.

veröffentlicht: 31. Januar 2022 11:56
aktualisiert: 6. April 2022 15:59