Neue Parkier-App ist viel teurer als die alte

St.Galler Parkuhren: Mittlerweile eine bunte Angelegenheit.
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In der Stadt St.Gallen gibt es gleich drei Apps, um die Parkgebühren zu bezahlen. Neben Twint sind dies die spezifischen Parkier-Apps Parkingpay und Easyparking. Letztere ist neu - und teurer als die anderen.

Wer in St.Gallen sein Fahrzeug parkieren möchte, der hat zumindest bei der Art der Bezahlung eine breite Auswahl. Egal ob Bargeld, die Bezahl-App Twint, Parkingpay oder Easyparking - das Resultat ist dasselbe. Abgesehen vom Preis.

Während die ersten drei grundsätzlich gleich viel Kosten, verlangt Easyparking eine Gebühr von 19 Rappen pro Park-Stunde.

16 Prozent teurer

Rechenbeispiel Gründenstrasse, unweit der FM1Today-Redaktion. Die maximale Parkierzeit beträgt fünf Stunden, eine Stunde kostet 1.5 Franken. Die fünf Stunden kosten also 7.50 Franken. Mit der App Easyparking sind es 8.74 Franken, also über 16 Prozent mehr.

Das ist erstmal ein beträchtlicher Zuschlag. Reto Schläpfer von der Firma Digital Parking, die in der Schweiz Parkingpay und Easyparking betreibt, relativiert allerdings: «Im ersten Moment sieht das vielleicht nach viel aus. Die Easyparking-App bietet aber einen entscheidenden Vorteil.»

Damit meint Schläpfer die Abrechnung. Bei der «alten» App Parkingpay muss zuerst ein Guthaben von mindestens 20 Franken aufgeladen werden. Mit Easyparking ist das nicht nötig - die exakte Parkzeit wird ganz einfach über die Kreditkarte abgerechnet.

Diese kleinen Kreditkartenzahlungen verursachen allerdings jedes Mal Transaktionsgebühren, die der Kunde tragen muss, weswegen Easyparking um einiges teurer ist. «Die einen bezahlen lieber mehr und rechnen bequem über die Kreditkarte ab - andere bevorzugen die Prepaid-Variante. Wir können nun beides anbieten», sagt Schläpfer.

Günstiger als Münzzahlung

Ein Aufschlag von über 16 Prozent zum eigentlichen Preis erscheint erstmal teuer. Im Vergleich kommt Easyparking aber nicht schlecht weg, denn beim Zahlen mit Münzen wird oft 30 Prozent zu viel bezahlt, schreibt das St.Galler Tagblatt.

Wünschenswert ist dagegen eine Zahlungsart, welche die Vorzüge beider Systeme vereint. Möglich ist dies mit der Bezahl-App Twint. Mit dieser kann der QR-Code der Parkuhr gescannt, die gewünschte Parkzeit eingetragen und bezahlt werden. Wenn der Parkvorgang vor der bezahlten Zeit abgebrochen wird, erhält man das unverbrauchte Guthaben erstattet.

Auch die «alte» App Parkingpay bietet eine gute Kostengenauigkeit. Und auch dort ist eine Bezahlung per Nachbelastung möglich - Lastschriftverfahren sei dank. Wie üblich dauert die Aktivierung allerdings bis zu zwei Wochen.

Mit Twint fährt beziehungsweise parkiert man deswegen gut. Zumindest in der Schweiz. Im Ausland kommt man damit nicht weit. Dort eignet sich die App des europäischen Marktführers Easyparking besser, auch wenn sie etwas teurer ist.