«Lieber lebendig, als tot»: Kritische Stimmen zum Abschuss der Jungwölfe

Im Weisstannental bei Mels wurden in den vergangenen vier Monaten mehr als acht Schafe gerissen – damit ist die Schwelle für eine Regulation überschritten und drei Jungwölfe wurden zum Abschuss frei gegeben. Tierschutzorganisationen üben Kritik.

«Ich sehe Wölfe lieber lebendig, als tot», sagt David Gerke, Geschäftsführer der Gruppe Wolf Schweiz. Das die Abschüsse zielführend seien und die Wölfe anschliessend keine Schafe mehr reissen, sei laut Gerke unwahrscheinlich. Der Schutz der Herden in Kombination mit Hirtenhunden und elektrischen Zäunen seien eine effizientere und vor allem tierfreundlichere Methode.

Der Kanton ist hier anderer Meinung: «Die Idee der Regulierung ist nicht nur, dass man den Bestand reguliert, sondern dass die Wölfe ein gewisses Verhalten erlernen», so Simon Meier, Abteilungsleiter Jagd beim Amt für Natur, Jagd und Fischerei St.Gallen. Es sei geplant, dass die Wölfe auch in solchen Situationen abgeschossen werden, in denen das ganze Rudel zusammen ist oder sich in der Nähe einer Herde oder von Menschen aufhält. So sollen die Wölfe lernen, dass der Mensch eine Gefahr ist.

Was die Passantinnen und Passanten in der Stadt St.Gallen zu diesem Thema sagen, siehst du im Video.

(red.)

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veröffentlicht: 24. August 2023 20:25
aktualisiert: 24. August 2023 20:25
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