Von der Baustelle auf die grosse Bühne

Vorarlberger Giuliano De Stefano ist bei «The Voice of Germany» im Team von Yvonne Catterfeld.
© ProSieben/SAT.1/André Kowalski
Der Vorarlberger Giuliano De Stefano hat bei seinem ersten Auftritt bei «The Voice of Germany» die ganze Jury verzaubert. Am Sonntag will sich der Vorarlberger in die nächsten Runde singen. Für ihn geht ein Traum in Erfüllung.

Es klingt fast schon wie ein Märchen: Giuliano De Stefano aus Mäder schafft es von der Baustelle auf die ganz grosse Bühne. Der Gerüstbauer aus Vorarlberg singt bei den Blind Audition von «The Voice of Germany» so gut, dass sich alle Jury-Mitglieder umdrehen und Yvonne Catterfeld sogar in Tränen ausbricht. Nun kämpft er in Catterfelds Team um einen Platz in der nächsten Runde.

Giuliano De Stefano mit "A Song For You"

Selten hat man alle vier Buzzer der Coaches so schnell gedrückt gesehen wie bei Giuliano ? Hat er dich auch so berührt wie Yvonne Catterfeld? ? #TVOG

Gepostet von The Voice of Germany am Montag, 22. Oktober 2018

Keine Spur von Nervosität

Dass er bei der Show einen so erfolgreichen Start hinlegt, hätte sich Giuliano De Stefano nie erträumt. «Es war ein unbeschreibliches Gefühl», sagt der 25-Jährige. «Ich weiss, dass schon so viele tolle Sänger auf dieser Bühne standen und wenn man plötzlich selbst da oben ist, kann man es kaum fassen.» Den Auftritt meisterte Giuliano De Stefano mit viel Souveränität und Ruhe. «Warum nervös werden? Ich konnte das tun, was ich am liebsten mache, nämlich singen.»

«Ich war ein Unter-der-Dusche-Sänger»

Seine Begeisterung für Musik lebte Giuliano De Stefano lange übers Tanzen aus, erst später entdeckte er seine Leidenschaft für den Gesang. «Ich war ein typischer Unter-der-Dusche-Sänger. Bei einem Auslandsjahr in Amerika habe ich dann viel Zeit in Karaoke-Bars verbracht. Da wurde mir erstmals richtig bewusst, wie gerne ich singe.» Er investierte immer öfters Zeit in sein neues Hobby und wurde ohne Gesangsunterricht zu einem Sänger, der mit seiner Stimme offensichtlich Herzen berührt.

Auf der Strasse erkannt

Schon nach seinem ersten Auftritt bei «The Voice of Germany» wurde der Sänger auf der Strasse angesprochen. «Es ist mir jetzt ein paar Mal passiert, dass mich Leute zum Beispiel auf der Baustelle erkannt haben. Das ist ein ganz ungewöhnliches Gefühl, ich finde es aber witzig. Vorarlberg ist ein kleines Land und ich freue mich sehr darüber, wenn sich die Menschen für meine Musik interessieren.» Wenn man die Leute mit der Musik sogar berühre, sei es der schönste Dank, den man bekommen könne.

«Bin über beide Ohren glücklich»

Sein grösster Wunsch? Das Singen zum Beruf machen. Als Gerüstbauer hat er nicht viel mit Musik zu tun. «Ausser man bezeichnet den Lärm auf der Baustelle als Musik», sagt der gelernte Maurer und lacht. Giuliano De Stefano sieht «The Voice of Germany» als Sprungbrett, welches er nutzen möchte, egal wie weit er in der Show kommt. «Ich bin schon jetzt über beide Ohren glücklich und unglaublich dankbar, für alles was ich erleben darf.»

Ob Giuliano De Stefano die Jury noch einmal von sich überzeugen kann, sehen wir am Sonntagabend um 20.15 Uhr auf SAT.1.

Vanessa Kobelt
veröffentlicht: 17. November 2018 12:09
aktualisiert: 17. November 2018 12:09