Turner singt sich durch «Supertalent»

Eigentlich war Lucas Fischer auf dem besten Weg, ein Top-Kunstturner zu werden. Doch vor einigen Jahren machte die Diagnose Epilepsie eine Fortsetzung der Profi-Karriere unmöglich. Nun ist der Aargauer zurück - und räumt beim «Supertalent» gross ab.

«Hättest du nur geturnt, hätte ich dich weiter gelassen. Hättest du nur gesungen, hätte ich dich weiter gelassen. Aber so...», sagt Chefjuror Dieter Bohlen nach der Performance von Lucas Fischer. Der 27-jährige Aargauer hat beim deutschen «Supertalent» am Samstag einen goldenen Buzzer gekriegt. Dieser qualifiziert ihn direkt für die Finalsendung.

Kunstturner mit Handicap

Lucas Fischer war bis vor einigen Jahren Kunstturner im Schweizer Nationalkader. Er wurde mehrfach Schweizer Meister und war auch an Europameisterschaften erfolgreich. 2010, als sich Lucas Fischer auf das grosse Ziel Olympische Spiele 2012 vorbereitete, erleidet der damals 20-Jährige einen epileptischen Anfall, kurz danach einen weiteren.

Nach langem hin und her und hadern mit sich selbst und seiner Schwäche entschied sich Lucas Fischer 2015 dazu, die Turnkarriere an den Nagel zu hängen.

Neue Chance bei Supertalent

Mittlerweile ist er Showturner, war im Januar mit der Melser Showgruppe «die Holmikers» am Zirkus Festival in Monte Carlo und räumte einen bronzenen Clown ab. Nun ist er auch auf bestem Weg, Supertalent zu werden, 100'000 Euro Siegerprämie zu kassieren und als Solokünstler mit seinem Gesang und seinem turnerischen Talent erfolgreich zu werden.

Fabienne Engbers