Ostschweiz
St. Gallen

So erfolgreich konnte die Stadt St.Gallen ihr Image mit der «Sankt»-Kampagne aufbessern

«Sankt Titel»: Laut Stadt St.Gallen ist das die optimale Überschrift

Die Stadt St.Gallen hatte lange mit einem Image-Problem zu kämpfen. Seit der Einführung der Vermarktungskampagne «Sankt» im Jahr 2021 scheint sich das aber mehr und mehr aufzulösen. Die Verantwortlichen haben am Donnerstag Bilanz gezogen.

«Sankt Allen», «Sankt Sonnendeck» oder auch «Sankt Gastro»: Bunte Wappen mit solchen «Sankt»-Ausdrücken waren in den letzten drei Jahren in der ganzen Stadt St.Gallen präsent. Die Verantwortlichen wollten mit dieser Kampagne die Vielfalt und Qualität der Stadt besser bekannt machen und konnten dies erfolgreich umsetzen.

Laut neusten Ergebnissen kennen rund 60 Prozent der Stadtbevölkerung die Kampagne. Somit hat die Marketingmassnahme mit 400'000 Franken Budget vom Stadtparlament die gewünschte Wirkung erreicht. Denn auch die extra erstellte Webseite wurde über 450'000 Mal besucht. Das sind über 100'000 Klicks mehr, als ursrprünglich als Ziel festgelegt wurden.

Kampagne wurde mehrfach adaptiert

Die bunten «Sankt»-Wappen wurden nicht nur von den Verantwortlichen designet, sondern auch immer mehr Private oder Unternehmen haben die Vorlage für sich adaptiert. So wurden teilweise auch negative Themen aufgenommen.

Für Stadtpräsidentin Maria Pappa ist das jedoch durchaus positiv. «Es ist ein Kompliment, wenn eine Kampagne so in der Bevölkerung verankert wird. Sie wird wahrgenommen und für verschiedene Diskurse genutzt. Das ist genau das, was wir wollten.»

Stadtpräsidentin Maria Pappa zeigt sich sehr zufrieden mit der Kampagne.
© FM1Today/Svenja Graf

Mehr Leute in der Stadt trotz immer weniger Wohnungen?

Eins der Ziele der Kampagne war es zu zeigen, dass der Standort St.Gallen attraktiv ist. Es sollen unter anderem auch mehr Leute in die Stadt gelockt werden. In Zeiten von Wohnungsnot dürfte das in vielen anderen Schweizer Städten eher schlecht sein, nicht jedoch in St.Gallen.

«Wir haben keinen Wohnungsmangel und schauen auch, dass das so bleibt. In der Stadt hat es aktuell eine grosse Vielfalt an Wohnungen und es gibt auch viele Investoren», sagt Pappa. Das Ziel des Stadtrates sei ein qualitiatives Wachstum der Stadt.

Einzigartige Kampagne

«Eine vergleichbare Kampagne gibt es bis jetzt nicht. Es war das erste Mal, dass wir so eine flächendeckende und integrierte Marketingmassnahme für den ganzen Standort gefahren sind», sagt Samuel Zuberbühler, Leiter der Standortförderung. Er zeigt sich unter anderem deshalb sichtlich stolz auf den grossen Erfolg der Kampagne.

«Die Wappen werden auch privat genutzt. Das heisst, die Identifikation mit der Kampagne hat auch gegen innen funktioniert und das zeigt meiner Meinung nach gut, wie stark die Kampagne ist.» Er habe deshalb auch vor, die «Sankt»-Kampagne bei nationalen Preiswettbewerben anzumelden.

Samuel Zuberbühler, der Leiter der Standortförderung, freut sich, dass die Kampagne weitergeführt wird.
© FM1Today/Svenja Graf

Kampagne noch nicht vorbei

Weil die Rückmeldungen laut Verantwortlichen so positiv sind, wird die «Sankt»-Kampagne auch dieses Jahr weitergeführt. «Die bunten Flaggen bleiben in der Stadt und werden weiterhin für die Standortförderung genutzt», sagt Zuberbühler. Unter anderem sei auch etwas Spezielles am Kinderfest im Sommer geplant, was genau, möchte er aber noch nicht verraten.

Die finanziellen Mittel für die Kampagne werden nun Jahr für Jahr über den ordentlichen Budgetprozess beim Stadtparlament beantragt. Dieses Jahr betragen die städtischen Mittel 70'000 Franken. Die Verantwortlichen zählen auch weiterhin auf Drittmittel von Partnerinnen und Partnern.

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veröffentlicht: 15. Februar 2024 15:04
aktualisiert: 15. Februar 2024 15:06
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