Date mit Insekten und Achseln gefällig?

Speeddating kennen wir alle – wie wäre es mit einem Date mit Insekten-Dinner? Oder mit unter den Achseln schnuppern? Oder bei Stillschweigen? Für Singles, die keine Lust mehr auf Dating-Apps haben, gibt es allerlei kuriose Dating-Events.

Dating-Apps gibt es viele – zu viele. Und trotzdem geht auch im Jahr 2019 nichts über ein persönliches Treffen mit einem potenziellen Partner. Anstatt diesen beim herkömmlichen Speeddating oder beim Single-Koch-Abend kennenzulernen, kann man (oder Frau) sich mit etwas Mut auf kreativere Dating-Events einlassen.

Ein Date mit Insekten

Selbst wenn unter den Teilnehmern nicht die wahre Liebe ist – Schmetterlinge (oder andere Insekten) im Bauch gibt's hier auf jeden Fall. Unter diesem Motto findet am 3. August in Gossau das Date beim Insekten-Dinner statt. Mit Käfer und Larven zwischen den Zähnen bricht das Eis hier vielleicht schneller als bei einem gewöhnlichen Dinner. Immerhin: Wenn Insekten wirklich die Nahrung der Zukunft wird, hat eure Beziehung bestimmt langfristige Chancen.

«Mmmh Gnocchi» – «Nein, frische gebratene Larven – en guete!» (Bild: istock)

Achsel-Schnuppern

Insekten essen ist nichts für dich? Dann schnupper lieber unter den Achseln fremder Menschen. In London fand tatsächlich ein Speeddating unter dem Motto «Romancing the Armpit» statt. Die Teilnehmer schnüffeln unter den Achseln fremder Leuten, deren Gesicht sie nicht sehen, da es unter einer Papiertüte verborgen ist. Du glaubst, das will doch niemand? Ääääh ... die Tickets waren schon nach zwei Tagen ausverkauft. Zum Beweis hier das Video:

We Smelled A Lot of Armpits at a Speed-Dating Night

The romantic world of armpit smelling.

Gepostet von VICE am Donnerstag, 12. Oktober 2017

Ohne Worte

Nichts für Plaudertaschen – beim «Silent Dating» aus den USA sitzt man sich schweigend gegenüber. In den ersten fünf Minuten schaut man sich einfach nur an und in den nächsten fünf Minuten darf man immerhin über Notizzettel kommunizieren, geredet wird aber nie. Somit ist zumindest eines sicher: Radiojournalisten werden keine anwesend sein.

Speed-Hating

Du hast einen Arbeitskollegen, der den ganzen Tag nur schimpft und motzt? Dann ist er der perfekte Kandidat fürs Speed-Hating. Das Dating-Konzept haben natürlich die vielfluchenden Engländer erfunden, das Prinzip ist einfach: Statt dass man sich über den eigenen Beruf oder Wohnort unterhält, flucht man wild über Unpünktlichkeit, ÖV-Fahren, Massentourismus, Veganer und was einem sonst noch alles an der Welt stört. Naja, so kennt man seinen potenziellen Partner wenigstens schon mal von der schlechtesten Seite.

Und weil Engländer (oder Franzosen?) und Fluchen so gut zusammenpasst:

Mit allen Sinnen

Nun geht's richtig zur Sache – beim «Sensual Speed Dating» beschnuppert man nicht nur die Achseln des Gegenübers, sondern entdeckt einander mit allen fünf Sinnen. Mit verbundenen Augen wird geschnüffelt, getatscht und gehört. Erst danach darf man sich auch anschauen. Überraschungseffekt garantiert. Und Peinlichkeit auch. Gibt's auch in der Schweiz!

Dating für Durchschnittliche

Erfrischend ehrlich wird's auf der Dating-Website UglyBugBall. Hier gibt es keine Filter und kein Photoshop, denn die User wollen gar nicht attraktiv aussehen. Die Website selbst wirbt mit dem Slogan: «Dating für den ästhetischen Durchschnitt.» Wenn das mal nicht Ehrlichkeit pur ist. Und eins ist garantiert: Dein zukünftiger Schatz ist sicher nicht oberflächlich!

So viel Ehrlichkeit beim ersten Klick gibt's nur hier. (Bild: Screenshot theuglybugball.com)

Blinde Kuh

Wenn dein Selbstvertrauen so tief ist, dass du dich nicht mal auf UglyBugBall traust, wäre das Konzept «Dating in the dark» was für dich. Der Name sagt alles: Man trifft seinen potenziellen Liebespartner im Dunkeln. Entweder in einem dunkeln Raum oder mit einer Augenbinde. Praktisch daran: Man muss sich nicht schminken oder hübsch anziehen fürs erste Date. Theoretisch kann man auch in der Unterhose dort sitzen und dem Gegenüber Grimassen schneiden. Sieht ja eh niemand.

Sarah Lippuner