Schafft der FC St.Gallen gegen Servette die Wende?

Kwadwo Duah erzielte im Oktober das Siegtor gegen Servette.
© Benjamin Manser / Tagblatt
Gegen die Genfer kann der FC St.Gallen eine tolle Statistik aufweisen. Seit einer gefühlten Ewigkeit haben die St.Galler gegen die Grenats nicht mehr verloren. Doch nach drei Niederlagen in Folge wirken die St.Galler verwundbar.

«Natürlich hätten wir gerne ein paar Punkte mitgenommen», sagt FCSG-Trainer Peter Zeidler an der Medienkonferenz mitten in der zweiten der beiden englischen Wochen. Er spricht dabei die schlechte, beziehungsweise fehlende Ausbeute der letzten drei Spiele an: null Punkte, Niederlagen gegen Lugano, Zürich und Sion.

«Die Meisterschaft ist entschieden»

Die Niederlagen setzte es damit gegen Mannschaften ab, die dem FC St.Gallen tabellarisch ähnlich sind. Das ist in der Super League allerdings relativ einfach gesagt: Wirklich weg ist nur YB, dann kommt lange nichts. Dann Basel, dann der Rest.

«Für den objektiven Zuschauer ist es natürlich schade, dass die Meisterschaft anfangs Februar bereits entschieden ist», sagt Zeidler mit Blick auf die Tabelle. YB führt diese überlegen mit 41 Punkten an.

Im Mittelfeld der Tabelle ist es eng. 

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Und auch wenn der FCSG mit dem Titelkampf nichts zu tun hat, so geht es immer noch um viel. «Es gibt auch nach dem ersten noch interessante Plätze in der Liga», sagt Zeidler. Eine Orientierung nach oben. Doch die drei Niederlagen zeigen: Es kann schnell gehen in der Super League. Innerhalb weniger Tage ist man dann nicht mehr möglicher Europa-, sondern Abstiegsaspirant.

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: tvo

Kommt die Wende in Genf – und dann ein Stürmer?

Um das Ruder beim FC St.Gallen herumzureissen, kommen die Genfer eigentlich wie gerufen. Die letzte Niederlage im Ligabetrieb gegen die Grenats datiert noch vor deren Zwangsabstieg – die Genfer gewannen 2004 mit 3:1 (fussballdaten.de).

Nur zählen vergangene Erfolge am Mittwochabend um 18.15 Uhr nichts mehr. Denn nur mit Toren gewinnt man Spiele – und damit tut sich der FCSG derzeit etwas schwer. Und zwar vorne und hinten. In den letzten drei Spielen gelangen den St.Gallern vier Tore (davon eines ein Eigentor).

Das St.Galler Tagblatt spekuliert derweil über eine mögliche Verpflichtung von Raphael Dwamena (25). Der ehemalige Spieler des FCZ war zuletzt in Dänemark aktiv und ist derzeit vereinslos.

Neuzugänge ausschliessen will der St.Galler Trainer Peter Zeidler nicht. Er verweist aber lieber auf die guten, vorhandenen Spieler in seinem Kader: «Wir haben ja zweimal zwei Tore gemacht in den letzten Spielen. Damit kann man auch gewinnen. Aber nur, wenn wir als Mannschaft besser verteidigen.»

Gegen Servette könnte das gelingen. Die Genfer gehören mit 18 Toren (gleich wie St.Gallen) zu den offensiv schwächeren Mannschaften der Liga.

Das Spiel Servette – FC St.Gallen gibt es ab 18.15 Uhr live im Ticker auf FM1Today.