«Tourismus-Marketing in Eigenregie» – «Servus TV» berichtet vom Walensee

Eine Filmcrew aus München beleuchtet in einem Beitrag die Region um den Walensee. Darin geht es unter anderem auch um Spezialitäten aus der Region. Der Filmcrew soll es sogar so gut gefallen haben, dass über eine Fortsetzung diskutiert wird.

Die majestätischen Churfirsten, das glitzernde Wasser des Walensees, dieses urtümliche Idyll und das gefühlt langsamere Verstreichen der Zeit: Das Sarganserland hätte die Eigenschaften eines touristischen Naherholungs-Überfliegers.

Die Realität sieht etwas anders aus. Der Walensee bleibt im Vergleich mit anderen Destinationen ein Geheimtipp. Daher wirkt es erstmal erstaunlich, dass eine deutsche Filmcrew sich gerade dieser Region angenommen – und darüber einen Film gedreht hat.

«Die kommen nochmal her»

Im Film zu sehen sein wird auch der letzte Berufsfischer auf dem Walensee, Hanspeter Gubser. Er verspricht vorab grossartige Bilder: «Die Region kommt genial zur Geltung. Das ist eine unheimliche Werbung für den Walensee.»

Bei den Dreharbeiten im letzten Hebst sei das Wetter perfekt gewesen. Die Filmcrew aus München sei ob der wunderschönen Kulisse «schier durchgedreht». Offenbar sei eine Fortsetzung denkbar. «Sie wollen wieder herkommen», sagt Gubser.

Der Walensee-Ausschnitt im Film dauert etwa elf Minuten. Im Fokus steht die Herstellung eines Gerichts mit regionalen Zutaten.

Die «Hauptrolle» spielt Fischer Gubser, der für die Zutaten zuständig ist. Die Filmcrew begleitete auch Carlo Gassner vom Restaurant Seehus Quinten, der das Essen zubereitet – und die Winzer von Bosshart und Grimm aus Berschis, welche den Wein zum Essen liefern.

Tourismusmarketing in Eigenregie

Etwas zugespitzt könnte man behaupten, Hanspeter Gubser ist wohl der Fischer, der pro gefangenem Kilo am meisten Aufmerksamkeit bekommt. Das liegt zum einen daran, dass der Walensee kaum Fische hergibt. Auch dieses Jahr läuft es bis jetzt nicht gut. «Der See ist noch zu kalt, die Fische sind noch gar nicht aktiv», sagt Gubser. «Das ist aber immerhin ein gutes Zeichen.»

Die tiefe Temperatur zeigt dem Fischer, dass der Walensee optimal durchmischt ist. Letztes Jahr war der See zu warm, was zu Rekordfängen im April führte – und dann zu einer Flaute für den Rest des Jahres.

Und die Medien reissen sich um den letzten seiner Art, der auf dem Walensee tapfer die Stellung hält (auch wenn er momentan auf der Baustelle jobben muss).

FM1Today hat ihn bereits besucht, genauso die Kollegen von «SRF», «20 Minuten», der «Südostschweiz» und sogar die «BBC» drehte am Walensee. Nun kommt die Sendung der Kollegen aus Deutschland hinzu. «Tourismusmarketing in Eigenregie», nennt Gubser das. Er ist ohnehin der Meinung, der Walensee müsse viel prominenter werden.

Um den urtümlichen Charme der Region wäre es dann jedoch möglicherweise geschehen.