Rorschacher will mit TV-Serie für Kinder die Welt erobern

Es klingt wie eine Geschichte aus Hollywood – und genau dort soll es auch hingehen. Chris Djuritschek aus Rorschach hat eine TV-Serie für Kinder entwickelt und will diese nun weltberühmt machen.

Designer, Musiker, Sänger, Tänzer und Schauspieler: Der seit drei Jahren in Rorschach wohnhafte Chris Djuritschek ist laut eigener Biografie ein Hansdampf in allen Gassen. So stand der 52-jährige Deutsche schon mit Michael Jackson auf der Bühne, war Vizeeuropameister im Streetdance und veröffentlichte mit seiner Boygroup «Construction» zwischen 1991 und 1997 diverse Singles.

Auch im Trash-TV ist «Chris Dee» kein unbeschriebenes Blatt. Der gebürtige Nürnberger war schon in diversen RTL-Sendungen wie «Familie im Brennpunkt» zu sehen, kochte auf Vox «Das perfekte Dinner» oder war auf Pro7 das Double von Harald Glööckler. Seit sieben Jahren arbeitet der Showman an einem Projekt, bei dem er selbst in den Hintergrund rückt. Mit einer neuen TV-Serie für Kinder will Djuritschek die Welt erobern.

«Miss Bellyfoo» und eine ganz neue Welt

«Dieses Projekt ist mein absolutes Lebenswerk», sagt Djuritschek begeistert. «Die Figuren, die ich entwickelt habe, sind wie meine Kinder und ich möchte sie in die Welt hinaustragen.» Angefangen habe alles mit einem Song, der ihn inspirierte, eine Cartoon-Figur zu zeichnen. So entstand «Miss Bellyfoo». Auf Rat eines Freundes hin fing Djuritschek an, die Figur weiterzuspinnen. Es entstand über Jahre hinweg eine ganz neue Welt – das «Daba Diba Duba Land» mit vielen Charakteren.

Das sind die Charaktere des Daba Diba Duba Lands.

© zVg

Kinder sind die Stars

«In dieser Welt sind die Kinder die wahren Helden», sagt Djuritschek, der in seiner Wohnung in Rorschach mit seiner Partnerin, zwei Kindern und seiner Stieftochter lebt. «‹Miss Bellyfoo› sucht in der echten Welt nach talentierten Kindern und bringt sie ins ‹Daba Diba Duba Land›. Dort können sie mit ihren Talenten eine Kristallkugel mit Energie auftanken – und retten so gleichzeitig die Erde.»

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Quelle: Chris Djuritschek

Kreativität wird gefördert

Die Sendung hat laut Djuritschek auch einen didaktischen Hintergrund, denn die Kinder würden angeregt, ihre eigenen Talente zu fördern. Dies bestätigt Erziehungswissenschaftlerin Carole Mercédès, die sich mit der ganzen Serie auseinandergesetzt hat. «In der Schule werden kreative Fächer gestrichen und reduziert. Egal ob Kochen, Musik, Zeichnen oder Freifachkurse. ‹Miss Bellyfoo› aber vermittelt den Kindern die Wichtigkeit von Musik und Kreativität für Energie und Lebenskraft.»

Casting-Show und Themen-Parks

Für das Projekt konnte Djuritschek in den letzten Jahren, dank seinen Beziehungen ins Show-Business, mit renommierten Namen zusammenzuarbeiten, wie er selbst sagt. «Uli Meier zum Beispiel, der auch für Disney an ‹König der Löwen› mitgearbeitet hat, produzierte für meine TV-Sendung den ersten Trailer.» Auch die Musik, die Geschichten sowie die ganzen Storyboards seien bereits fertig produziert und jeder weitere Schritt minuziös geplant. «Läuft das Ding, wollen wir später aus der Cartoon-TV-Serie eine echte Casting-Show für talentierte Kinder hervorbringen.»

Doch damit nicht genug: Es soll auch ganze Themen-Parks dazu geben. «Mein grösster Traum ist es, einen Park in der Schweiz zu bauen», sagt der 52-Jährige. Was abgefahren klingt, kann Djuritschek genau aufzeigen und erklären, anhand eines aufwendig produzierten Konzepts.

Investoren gesucht

So spannend die Geschichte klingt – anders als im Märchen – braucht es im echten Leben für ein Happy End oft genügend Geld. «Ich habe bereits 460'000 Euro in mein Herzensprojekt investiert, 120'000 Euro hat allein der Trailer gekostet», sagt Djuritschek. Auch wenn sich viele grosse Firmen schon für die Lizenzen interessieren würden, produzieren wollte bis jetzt noch keiner. Um loszulegen, fehlen Djuritschek ganze 3,5 Millionen Euro, deshalb sucht er nun nach Investoren. Er selbst fasst es so zusammen: «Der Ferrari ist bereit. Es fehlt nur die Tankfüllung, um endlich loszufahren.»