Migros ruft auf, Einkaufswägeli zurückzubringen

Tag des Einkaufswagens: Migros forderet Kunden auf «Wägelis» in Filiale zurückzubringen.
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Am Tag des Einkaufwagens startet die Migros einen besonderen Rückruf. Wer ein Wägeli bei sich zuhause stehen hat, wird gebeten, es der Filiale zurückzubringen. Vor allem in den Städten verschwinden die nicht ganz günstigen Wägeli regelmässig.

Eine Münze in die Rille legen und die Kette lösen – so schnell ist man im Besitz eines Einkaufswagens. Die meisten Kunden schieben ihr Wägeli zwar nach dem Einkauf brav wieder zurück in die Reihe. Nicht so bei einigen Kunden der Migros. Diese stellt bei der Revision der Wagen regelmässig fest, dass sich Langfinger an den Wagen bedienen.

Migros-Filialen in den Städten betroffen

Jährlich verschwinden je nach Standort im Schnitt bis zu zehn Wagen. Am meisten in den städtischen Filialen der Migros. «Die sind in der Nähe von Wohnquartieren stationiert. Wir vermuten, dass Personen dort aus Bequemlichkeit den Einkauf samt Wagen direkt nach Hause schieben und es nachher nicht mehr zurückbringen», sagt Andreas Bühler, Kommuniksationsverantwortlicher der Migros Ostschweiz. «Ländliche Filialen, die eine direkte Anbindung an einen Parkplatz haben, sind weniger betroffen.»

«Ein Wägeli ist nicht günstig»

Kantonal oder regional stellt die Migros Ostschweiz keine Unterschiede fest. «St.Galler oder Thurgauer sind nicht unehrlicher als die Bünder oder Appenzeller», so Bühler. Es seien keine Orte bekannt, an denen es speziell viele «Wägeli-Horter» gebe.

Die Migros erinnert am Tag des Einkaufswagens, dass diese nicht gerade günstig sind. «Sie müssen qualitativ gut sein und kosten deshalb viel. Pro Wagen zahlt die Migros einen dreistelligen Betrag.»

Keine verschärfte Massnahmen geplant

Massnahmen gegen Langfinger trifft die Migros nicht. «Es kommt ja immerhin nur selten vor», sagt Andreas Bühler. «Wir hoffen, dass der Facebook-Post aber einige animiert, den Einkaufswagen, den man im Keller oder im Garten stehen hat, zu seinen Kollegen in die Filiale zurückzubringen.»

veröffentlicht: 4. Juni 2020 14:51
aktualisiert: 4. Juni 2020 14:51