In Ausserrhoden kann man sich fürs Impfen schon jetzt registrieren

In einigen Kantonen in der Schweiz kann sich die breite Bevölkerung bereits jetzt zur Impfung anmelden.
© Keystone
In mehreren Kantonen in der Schweiz kann sich auch die breite Bevölkerung, die nicht zur Risikogruppe gehört oder ein hohes Alter hat, zur Impfung anmelden. Je nach Kanton ist das auch in der Ostschweiz möglich.

«In vielen Kantonen können sich alle Impfwilligen – unabhängig vom Alter und der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe – registrieren lassen, und dies schon seit mehreren Wochen», sagt Tobias Bär, Kommunikationsverantwortlicher der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) gegenüber «20Minuten».

Wissen tun das die wenigsten, doch beispielsweise in Solothurn, Basel, Freiburg und Aargau können sich auch Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören oder noch nicht in fortgeschrittenem Alter sind, problemlos für eine Impfung anmelden. Klar: Wann der Pieks dann endlich kommt, steht noch in den Sternen.

Auf Anfrage bei der Kommunikationsstelle Coronavirus im Kanton Graubünden heisst es: «Die Impfung ist derzeit für Personen ab 75 Jahren sowie Personen mit schweren chronischen Krankheiten möglich.» Insgesamt haben sich bis dato rund 19'000 Menschen für eine Impfung angemeldet. Man verweist auf den übersichtlichen Bündner Impfplan. Eine Anmeldung für «Alle Anderen», ist diesem zufolge bislang ausgeschlossen.

«Es ist ein bisschen wie bei der Post»

Ein wenig anders sieht es im Kanton Appenzell Ausserrhoden aus. Auf der eigens eingerichteten kantonalen Impfwebseite könne man sich grundsätzlich zwar auch als Otto-Normalbürger registrieren, ein Termin für die tatsächliche Impfung wird aber erst dann erteilt, wenn Impfstoff vorhanden und die Person gemäss Priorisierung des BAG an der Reihe ist, heisst es auf Anfrage beim Kanton.

Vorerst würden Termine weiterhin an Hochrisikopersonen der Zielgruppe 1 vergeben. Je nach Verlauf der Impfstofflieferungen und Impfbereitschaft der Bevölkerung sei es gut möglich, dass die Allgemeinbevölkerung (Zielgruppe 5) erst im Juni / Juli oder sogar erst im August mit einem Termin rechnen könne.

Den Unterschied zwischen Registrierung und Terminvergabe erklärt Franz Bach, Leiter des Amtes für Gesundheit im Kanton Appenzell Ausserrhoden anhand eines Beispiels: «Es ist ein bisschen wie bei der Post. Zieht man dort ein Nümmerchen, ist man registriert. Das Aufleuchten der Nummer am Schalter ist dann quasi die Terminvergabe.» Eine Registrierung beim Kanton ändert also nichts an der Vergabepriorität des Impfstoffes.

Im Thurgau möglich, in St.Gallen nicht

Anders ist das im Kanton Thurgau. Dort kann man sich gemäss «20Minuten» seit Start der Impfkampagne jedefrau und jedermann anmelden. Selbstverständlich liegt aber auch dort das Augenmerk eingangs auf der Hochrisikogruppe, älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankung.

Auch der Kanton St.Gallen bietet keine frühe Anmeldung für die breite Bevölkerung an. Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes, könne diese aber vielleicht bald angeboten werden. «Voraussichtlich April/Mai», heisst es auf Anfrage beim Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen.