Ein Edelweissbänkli auf 2500 Metern

Eine Stewardess und ein Herr in der typischen Appenzellertracht sitzen in 2500 Metern Höhe auf einem holzgeschnitzten Bänkli in Form eines Flugzeugsitzes. Das Bänkli ist ein Geschenk der Fluggesellschaft Edelweiss an den Säntis.

Die Fluggesellschaft Edelweiss tauft ihre Flotte nach dem Motto «Wo Edelweiss zu Hause ist». «Wir wollten etwas Schweizerisches machen», sagt Lorenz Thöni, CTO der Edelweiss. Der Ostschweizer Berg Säntis darf da natürlich nicht fehlen. Kürzlich wurde ein Airbus A320 auf den Namen des Berges getauft. Im Gegenzug erhielt die Region ein Edelweissbänkli in Form eines Flugzeugsitzes. Dieses wurde am Montagnachmittag eingeweiht.

Biberli und Champagner

Die Nebelschwaden ziehen über den Gipfel und ein kalter Wind bläst. Obwohl es im Tal bis zu 30 Grad warm wurde, war es auf dem Berggipfel des Säntis knapp 12 Grad. Inmitten dieses unbarmherzigen Wetters herrscht reges Treiben: Ein älterer Herr in Appenzellertracht spielt auf einem Hackbrett und eine Edelweiss-Stewardess verteilt Biberli. Andreas Marty, Marketingleiter des Säntis', schaut dem Spektakel gemeinsam mit Lorenz Thöni zufrieden zu.

Nach einer kurzen Ansprache wird das Bänkli mit einer Flasche Champagner eingeweiht. «Wir haben die Südterrasse als Standort für das Bänkli ausgewählt, weil wir es hier fast das ganze Jahr lang stehen lassen können», sagt Andreas Marty.

Mit einer Flasche Champagner wird das neue Bänkli eingeweiht. (Bild: Edelweiss/Fabienne Bühler)
Mit einer Flasche Champagner wird das neue Bänkli eingeweiht. (Bild: Edelweiss/Fabienne Bühler)

Partnerschaft mit den Bergregionen

«Die Idee hinter dem Bänkli ist eine Partnerschaft mit den Bergregionen. Wir hoffen, dass wenn jemand auf diesem schönen Bänkli sitzt und den Wegweiser Richtung Meer sieht, Lust auf Ferien bekommt. Umgekehrt sollen die Fluggäste Lust auf den Säntis bekommen, wenn sie bei uns Bilder davon sehen», sagt Lorenz Thöni.

«Taufpate eines Flugzeuges zu sein, ist für uns etwas ganz Spezielles. Wir haben ja schon diverse Kraftfahrzeuge, die nach dem Säntis benannt sind, aber ein Flugzeug, das ganz Europa durchquert, ist natürlich schon etwas Aussergewöhnliches», sagt Andreas Marty. Beide Herren sind zufrieden mit der Partnerschaft und schätzen die gegenseitige Freude an dem Projekt.

Andreas Marty und Lorenz Thöni stossen auf das neue Bänkli und ihre Partnerschaft an. (Bild: Edelweiss/Fabienne Bühler)
Andreas Marty und Lorenz Thöni stossen auf das neue Bänkli und ihre Partnerschaft an. (Bild: Edelweiss/Fabienne Bühler)
Nina Müller