«Die Leute sind giggerig auf das Skifahren»

Die Telefone in Arosa klingelten die vergangenen Tage wie wild: Angerufen wurde das Tourismusbüro von zahlreichen Wintersport-Fans, die endlich die ersten Kurven im Schnee fahren wollen. Am kommenden Wochenende ist es soweit. Die ersten Skigebiete im FM1-Land eröffnen.

«Oh ja, man merkt relativ schnell, dass die Leute auf die Piste wollen», sagt Stefan Reichmuth. Er leitet die Marketingabteilung beim Wintersportgebiet Arosa-Lenzerheide und hatte die vergangenen Tage viel zu tun. «Die Menschen sind 'chribbelig' und wollen auf den Berg. Sie sind 'giggerig' auf das Skifahren, deshalb wurden wir in den letzten Tagen und Wochen immer wieder angefragt, wann das Skigebiet öffnet.»

«Bis zu 40 Zentimeter Schnee vor dem Büro»

Am kommenden Wochenende ist es soweit. Auf der Hörnli-Seite wird ein Lift in Betrieb genommen, mit dem zwei Pisten gefahren werden können: «Es ist jedes Jahr dasselbe. Sobald es genügend Schnee hat im November, öffnen wir die Lifte, damit die Gäste nicht ins Ausland ausweichen müssen», sagt Reichmuth.

Während viele Menschen, die im Flachland leben, noch gar nicht so wahnsinnig in Winterstimmung sind, herrschen in Arosa winterliche Verhältnisse: «Vor meinem Büro hat es 30 bis 40 Zentimeter Schnee», schwärmt Reichmuth. Dieser Schnee reiche aber noch nicht ganz aus, um Pisten zu machen. Da die Temperaturen in den letzten Tagen aber sehr tief waren, konnte technisch beschneit werden und diese Kombination erlaube perfekte Pistenverhältnisse.

In Davos fahren die Lifte schon am Freitag

Auch in Davos ist es winterlich: «In der Stadt herrscht tiefster Winter, die Wälder sind verschneit und die Pisten einfach traumhaft. Wir können wirklich Top-Verhältnisse garantieren», sagt Samuel Rosenast, Leiter Kommunikation und Content der Destination Davos-Klosters. Er sei selbst schon auf der Piste gewesen und verspreche nicht zu viel.

Bereits am Freitag können in Davos-Parsenn die ersten Gäste die Pisten herunter «wäddle». Zwei Lifte, die Totalp-Bahn und der Furka Zipper sind geöffnet. Welche Pisten freigegeben werden, werde kurzfristig entschieden. «Wir können am Wochenende öffnen, weil es relativ viel Schnee gegeben hat und kalt war in den letzten Nächten. Das lässt eine künstliche Beschneiung zu», sagt Rosenast.

Vorläufig noch geschlossen bleiben die Skigebiete in der Flumserberge, in Wildhaus und am Pizol. Letzterer öffnet erst im Dezember. Flumserberge und das Toggenburg überprüfen, ob die ersten Pisten und Bahnen ab übernächstem Wochenende in Betrieb genommen werden können.

Neues Après-Ski-Lokal in Davos eröffnet

Die Skigebiete haben auf die kommende Saison übrigens einige Neuheiten angekündigt. In Davos öffnet ab Ende November die neue Après-Skihütte «After 7». Bereits in den vergangenen Jahren stand ein Provisorium im Chalet-Stil in Davos – dieses Jahr wird der fixe Neubau eröffnet. Die Eigentümerin, die Davos Klosters Bergbahnen AG, liessen das Gebäude bauen, nachdem das Après-Ski-Lokal Bolgen-Plaza wegen einer Beschwerde eines Anwohners bereits um 19 Uhr schliessen musste.

In Arosa gibt es einen neuen Sechser-Sessellift. Der Zweierlift Brüggerhorn wurde im Sommer nach 40 Jahren Betrieb ersetzt. Ab dem 21. Dezember 2019 wird der neue Lift laufen und die Gäste in fünf Minuten auf den Berg bringen. Bis anhin brauchten die Gäste für die Fahrt mit der Nostalgiebahn sehr viel Geduld.

Grüsch-Danusa eröffnet vorzeitig

Kurz vor dem Wochenende gibt auch das Skigebiet Grüsch-Danusa bekannt, die Saison wird vorzeitig eröffnet. Eine Woche früher als geplant eröffnen die Bergbahnen bereits am 23. November die Skisaison.

Die Saisonkarte für das Skigebiet Grüsch-Danusa ist seit diesem Jahr auch für das Skigebiet Wildhaus gültig (FM1Today berichtete).