«So fein cha Broote met Soose se» – Restaurant landet Internet-Hit

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Quelle: FM1Today / Peter Knöpfel, Restaurant Rose Appenzell

Um in der Coronazeit Freude zu bereiten und auch seinem Restaurant mehr Zulauf zu verschaffen, greift der Appenzeller Wirt Peter Knöpfel gerne zur Kamera. Dieses Mal landete er einen veritablen Hit.

Wellerman. Das alte neuseeländische Seefahrerlied hat zwar bereits über hundert Jahre auf dem Buckel, deswegen aber keineswegs auch nur an bisschen an Eingängigkeit und Stampffreude eingebüsst. So wurde es bereits in der Vergangenheit von einem Tiktoker gecovert, der danach auf einer Erfolgswelle ritt.

Aus «Wellerman» wird «Buure Brot»

Auch für Peter Knöpfel, Wirt des Restaurants Rose in Appenzell, hat sich das Lied als Erfolgsgarant erwiesen. Allerdings nicht weil er unbedingt in Tiktok-Manier wahnsinnig berühmt werden will, sondern weil er sein «Buure Brot», das er auf dem Parkplatz seiner Gaststätte feilbietet, bewerben will.

«Seit sechs Wochen gibt es bei uns alle 14 Tage Take-Away vor dem Restaurant», sagt der 35-jährige Wirt. Nach Hot Dogs, Burger und Spiessen war jetzt das «Buure Brot» dran. Begleitend zu den Take-Away-Aktionen publizierte Knöpfel auf seiner Facebook-Seite immer wieder kleine, humoristische Filmchen, um seinen Aktionen Schub zu verleihen.

«Wurden total überrannt»

Zusammen mit der Metzgerei Fässler und der Schnitzelbankgruppe «Bläss», die man im Video unschwer erkennen kann, wurde so das neuste Take-Away-Werbevideo aus Appenzell auf die Beine gestellt. Sein Angebot filmisch zu bewerben, lohne sich, sagt Knöpfel: «Schon beim ersten Mal wurden wir total überrannt. Dann haben wir uns entschieden, das immer wieder zu machen.»

Die Schnitzelbänkler hätten die komplette Produktion des Videos übernommen, was angesichts der aktuellen Corona-Lage nicht einfach war. «Die Stimmen wurden einzeln im Studio eingesungen und dann im Video vereint.»

«So fein cha Broote ond Soose se»

So unterscheidet sich die Version aus Appenzell dann auch grundsätzlich vom alten, ehrwürdigen Walfängerlied aus Neuseeland. Die tanzenden Appenzeller Hunde singen beispielsweise: «So guet cha Broote ond Soose se» oder auch «De Chitzele het scho d'Messä gwetzt ond fö de Broote e ganzi Sau zerfetzt.»

Urchig, kantig, Appenzell halt. Darum wird die kollektive kulinarische Hommage an Braten und Sauce auch mit folgenden Klängen abgeschlossen: «Ond hemme denn endlich gnueg isch mol ou wieder Rueh.»