Niemand lässt sich das OASG wegen Regen vermiesen

Ein Tanz im Schlamm lässt gute Laune aufkommen.
© FM1Today/Raphael Rohner
Am diesjährigen OpenAir St.Gallen werden mit ziemlicher Sicherheit alle Besucherinnen und Besucher nass. Wir haben dir die wichtigsten Tipps für ein geiles Festival trotz Regen und Schlamm.

«Die Schlammschlacht und eine Ruschpartie im Dreck sind doch im OASG-Ticket inklusive?!» Auf sozialen Netzwerken wird bereits über das regnerische Wetter am kommenden OpenAir St.Gallen gewitzelt. Dabei ist Regen und Matsch an einem Festival eine ernste Sache. Wer das Festival trotzdem in vollen Zügen geniessen will, sollte sich ein bisschen vorbereiten:

1. Plastiksäcke sind der «shit» für alle Fälle

Bevor man sich an ein Festival begibt, sucht man in der Regel seine sieben Sachen schon zu Beginn der Woche zusammen. Dabei kann man hinsichtlich der Wetterprognosen schon Grundsätzliches richtig machen. (VERGISS DEN KOFFER!) Wer zwar den Regen liebt und den Schlamm nicht scheut, sollte immer trockene Kleidung dabei haben. Darum sind Plastiksäcke für alles zu brauchen. Ob für frische Kleider, Tabak oder zum Wasser rumtragen: Plastiksäcke sind das Wundermittel. Auch kann man sich aus einem Müllsack einen netten Regen-Poncho oder ein Notfallzelt basteln.

Notfallzelt aus einem Plastiksack:

2. Guter Regenschutz schützt vor allem die gute Stimmung

Ohne guten Regenschutz wird dein Drink zwar immer wieder von selber voll, nur siehst du nach etwa einer Stunde aus wie ein gestrandeter Obdachloser und dir wird saukalt. Darum: Besorg dir von Anfang an einen ordentlichen Regenschutz, der dafür sorgt, dass du nicht im falschen Moment feucht wirst. Wer will schon mit jemandem kuscheln, der total nass ist? Zudem bleiben die Zigaretten und andere Rauchwaren unter einem Poncho trocken und rauchbar.

Bild: FM1Today/Raphael Rohner

3. Flipflops sind im Schlamm der letzte Dreck

Style mag für einige Leute das Wichtigste sein. Aber an ein verregnetes Festival zu reisen ohne Gummistiefel oder richtig gute Schuhe ist wahnsinnig. Mit Flipflops bleibt man im Schlamm stecken und endet womöglich im Sanitätszelt. Und wem will man etwas beweisen, wenn man seinen Headliner von der Sani-Bahre aus spielen sieht und sein Fuss in einem schmerzhaften Winkel ins Kraut schiesst? Darum: Gummistiefel! Gute Gummistiefel. Diese sollte man unbedingt frühzeitig kaufen, da die guten Stücke meist vor dem Festival in der ganzen Stadt ausverkauft sind. Oder man hat so halbes Glück und es heisst: «Sorry, wir haben nur noch Gummistiefel drei Nummern zu klein...» #fail

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4. «Tentanic» - oder wie du dein Zelt im Schlamm versenkst

Zelten gehört am OpenAir dazu wie das Amen in der Kirche. Wer es gerne etwas abenteuerlich hat und bestimmt nicht seekrank wird, kann am St.Galler OpenAir einen der wunderbaren Zeltplätze nehmen, die auch den Übernahmen «Löcher» haben. Dort sammelt sich das Regenwasser und weicht den Boden derart auf, dass es passieren kann, dass man mit seinem Zelt untergeht. Dagegen hilft nur: Früh die besten Plätze sichern und diese bis auf das Letzte verteidigen. Wir haben eingezeichnet, wo man besser nicht zelten soll:

Geländeplan OASG

Ausserdem haben wir dir hier einige Tipps, wie du dein Zelt pimpen kannst, damit es trotz Dreck eine Wohlfühloase wird.

5. Locker Instagram statt verloren im Schlamm

Wer am Festival nicht auf sein Natel verzichten möchte, hat im Regen ein Problem: Das Regenwasser bekommt den gängigen Smartphones alles andere als gut. Zudem kann man keine Bilder von seiner Lieblingsband und seinen Freunden machen. Auch Whatsapp geht kaum, da man dazu entweder sein Telefon unter der Pelerine verstecken muss oder man es im Zelt lässt. Um auch im grössten Hudelwetter seinen Freunden noch einen Snap oder eine SMS zu schicken, sogar auch wenn einem das Natel einmal in den Schlamm gefallen ist: In einen Plastikbeutel damit. Sei es der Zip-Beutel aus der Küche für Tiefgefrorenes oder der doppelt verschlossene aus dem Outdoor Fachhandel. Darin kannst du auch ein Zettel mit deinen Kontaktdaten angeben, falls du das Natel wirklich verlieren solltest.

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(6. Gleichgültig aus der Hüfte heraus - in den Badehosen...)

Wem der Schlamm egal ist und wer sich nicht scheut, kann schlicht in Badehosen seine Runden auf dem Gelände drehen und zu den heissesten Acts abfeiern. Lass am besten gleich alles zuhause und such dir am Festival neue Freunde mit einem grossen Zelt oder einem Pavillon. Sei wie eine Qualle - lass dich treiben. Geniesse jede noch so kleine Pfütze und feier das schlechte Wetter. Vielleicht nur einen Tag lang. So ein Regentanz macht doch pure Freude. Was man sonst noch so erleben muss.

Raphael Rohner
veröffentlicht: 27. Juni 2017 05:50
aktualisiert: 28. Juni 2017 09:41