James Taylor sagt Konzert wegen Drogenkrieg ab

Der Musiker James Taylor protestiert mit einem Boykott gegen Dutertes Menschenrechtsverletzungen. (Archivbild)
© KEYSTONE/EPA/MICHAEL REYNOLDS
Der Grammy-gekrönte Sänger und Songwriter James Taylor hat ein Konzert auf den Philippinen abgesagt, um gegen die Tötung tausender mutmasslicher Drogen-Krimineller zu protestieren.

Er halte seine Musik nicht für besonders politisch, «aber manchmal muss man einfach politisch Stellung beziehen», schrieb der US-Musiker am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite und über Twitter. Berichte über die wahllose Tötung Verdächtiger ohne Gerichtsverfahren seien «zutiefst beunruhigend und inakzeptabel».

Taylor wurde in den 70er Jahren mit Songs wie «You've Got a Friend» und «Fire and Rain» bekannt und wurde im Laufe seiner Karriere mit fünf Grammys ausgezeichnet. Das nun abgesagte Konzert sollte im Februar in Manila stattfinden.

Der philippinische Staatschef Rodrigo Duterte führt einen erbitterten Kampf gegen mutmassliche Drogenkriminelle in seinem Land und wird für sein hartes Vorgehen international scharf kritisiert. Seit Dutertes Amtsantritt Ende Juni tötete die Polizei nach eigenen Angaben bei Anti-Drogen-Einsätzen mehr als 2000 Menschen. Mehr als 3000 weitere wurden nach amtlichen Angaben unter ungeklärten Umständen getötet.

veröffentlicht: 21. Dezember 2016 08:43
aktualisiert: 21. Dezember 2016 08:55