Experiment Gallus: Leben im Wald

Matthias Wenk mit Hündin Eni.
Matthias Wenk mit Hündin Eni.© FM1/Pamela Zimotti
Der Seelsorger Matthias Wenk hat sich den heiligen Gallus als Vorbild ausgesucht: Er lebt drei Wochen lang, nur mit dem Nötigsten ausgerüstet, ausserhalb der Zivilisation. Das Ganze nennt er Gallus-Experiment.

Seit Mitte Monat lebt Matthias Wenk in einem Waldstück oberhalb von St.Gallen. Er hat sich Gallus, der vor 1400 Jahren gelebt hat, zum Vorbild genommen. «Gallus war ein Mensch, der die Stille und die Abgeschiedenheit gesucht hat. An diese Erfahrung wollte ich anknüpfen, deshalb das Gallus-Experiment», sagt Matthias Wenk. Er könnte das Projekt ganz für sich machen, doch er hat sich dazu entschlossen, der Öffentlichkeit einen Einblick in seinen Alltag zu gewähren. «Mein Ziel ist es, eine Bewusstseinsarbeit zu leisten. Es ist wichtig, dass wir an unserer Naturverbundenheit arbeiten.»

«Ich bin ein Teil der Natur»

Das Bett gegen eine Hängematte, die Küche gegen eine Feuerstelle und das Badezimmer gegen den Bach tauschen: Das Gallus-Experiment ist nicht immer einfach. «Ich bin schonungslos der Witterung ausgeliefert und ich muss mich danach richten», sagt Wenk. Zwischendurch ist auch Familienhündin Eni bei ihm, das habe ihm am Anfang des Experiments sehr geholfen. «Ich fühle mich manchmal schon alleine, aber nie einsam. Ich bin ein Teil der Natur und ich glaube, langsam haben sich auch die Tiere an mich gewöhnt.»

«Nimm dir bewusst Zeit»

Matthias Wenk hat sich für sein Experiment einiges vorgenommen: «Am Anfang war ich noch im Alltagsmodus. Mittlerweile habe ich gelernt, eine Sache nach der anderen zu machen und nicht alles auf einmal.» Er hat einiges von der Natur gelernt. «Nimm dir bewusst Zeit, einmal in der Woche zum Beispiel im Wald und setz dich einfach eine Viertelstunde hin und beobachte.»

 

Auch TVO hat Matthias Wenk im Wald besucht. Hier der Bericht: