So funktionieren die Corona-Container beim Spital Grabs

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Quelle: FM1Today / Lena Rhyner

Vor dem Spital in Grabs ist seit Montag eine Corona-Überlastungspraxis in Betrieb. Pro Tag können bis zu 80 Corona-Tests gemacht werden. Das soll Werdenberger Arztpraxen entlasten.

Die Container vor dem Spital Grabs könnten auch gut der Znüniraum von Bauarbeitern oder der Check-in bei einem Festival sein. Doch in den weissen Containern gibt es weder Schinken-Sandwiches, noch Festivalbändel: Hier wird ein Corona-Test nach dem anderen durchgeführt, unter anderem auch Schnelltests. Seit Montag fungieren die Container als Überlastungspraxis für die Region Werdenberg/Sarganserland. In Zusammenarbeit mit der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (SRRWS) sollen diese die Testkapazitäten in der Region erhöhen. «Bis Anhin haben wir hier pro Tag nicht mehr als zehn bis zwölf Corona-Tests gemacht», sagt Florian Lindheimer, Oberarzt und Leiter des Notfalls des Spitals in Grabs. Mit der neuen Überlastungspraxis seien jetzt bis zu 80 pro Tag möglich.

Überlaufpraxis soll Werdenberger Hausärzte entlasten

Der Oberarzt hätte am Montag eigentlich frei. Doch in Zeiten von Corona stehe das ausser Frage, dass man auch mal am freien Tag vor Ort im Spital sein müsse. Keine Entspannung für den Oberarzt, Entlastung aber für die Werdenberger Hausärzte und Arztpraxen. Diese können Patienten ans Spital Grabs weiterleiten. Wer Symptome hat, soll nicht eigenständig zu den Containern vors Spital fahren, sondern sich telefonisch für einen Test anmelden. Diesen Schritt übernimmt, wenn vorhanden, die Hausarztpraxis. «Wir planen Slots für die Patientinnen und Patienten ein. So soll es vor den Containern keine Wartezeiten geben», sagt Lindheimer.

Container stehen seit der ersten Welle bereit

Neu ist das Bild des Grabser Spitals mit den Containern nicht. Seit Februar stehen diese an der Spitalstrasse und entlasten das Spital in Corona-Zeiten. «Im Frühling stellten wir diese Container für die Triage auf. Wir wollten Patientinnen und Patienten, die möglicherweise das Coronavirus hatten, gar nicht ins Spital reinlassen», sagt Lindheimer. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schon in der ersten Welle in den Containern halfen, konnten wieder rekrutiert werden.