Beten und besinnen über Whatsapp

In Gossau wurde der erste Whatsapp-Gottesdienst durchgeführt.
In Gossau wurde der erste Whatsapp-Gottesdienst durchgeführt.© iStock
Gottesdienst per Whatsapp? Das geht: Jugendseelsorger Urs Vescoli und andere Seelsorger hatten die Idee dazu. Er erklärt, was am Gottesdienst übers Internet spannend ist.

Glockengeläute, Gebet und eine Bibelstelle auf dem Handy: Seelsorgerinnen und Seelsorger rund um Gossau haben den Whatsapp-Gottesdienst ins Leben gerufen. «Man kann den Gottesdienst dort feiern, wo man gerade ist und sich bewusst an einen Ort begeben oder alleine feiern und das finde ich spannend», sagt Urs Vescoli, Jugendseelsorger in Gossau. Whatsapp ist für ihn das ideale Medium für Gottesdienste. «Whatsapp bietet die richtige Dynamik und so lebt der Gottesdienst auch.»

Urs Vescoli

Urs Vescoli ist Jugendseelsorger in Gossau. (Bild: zVg)

«Schreiben keine Namen in Gruppe»

Für die Whatsapp-Gruppe werden nur Telefonnummern und keine Namen entgegen genommen. «Wir schreiben keine Namen in die Gruppe, wer das möchte darf aber», so Vescoli zum Thema Datenschutz. Sobald der Gottesdienst vorbei ist, werden alle Mitglieder gelöscht und anschliessend die Gruppe. Alles andere liege dann in der Verantwortung von denen, die am Gottesdienst teilgenommen haben. Die Initanten und Initiantinnen versuchen so gut es geht, die Anonymität der Teilnehmer zu wahren.

Weiterer Gottesdienst geplant

«Für mich war das Highight, diesen Gottesdienst durchzführen und ich war begeistert, dass es funktioniert hat», sagt Vescoli. Das Feedback der Teilnehmenden war so gut, dass die Seelsorger sich überlegen, am 22. Oktober einen weiteren Whatsapp-Gottesdienst durchzuführen.

Das Gespräch mit Urs Vescoli fand im Rahmen der FM1-Sendung Gott und d’Wält statt. Die Sendung kannst du unten nachhören. Weitere Infos zum Whatsapp-Gottesdienst findest du hier.