Lo und Leduc gewinnen Prix Walo

In der Kategorie der volkstümlichen Musik gewann der Männerchor "Heimweh".
In der Kategorie der volkstümlichen Musik gewann der Männerchor "Heimweh".© KEYSTONE/WALTER BIERI
Am Sonntagabend ist in Zürich die traditionsreiche Verleihung des Prix Walo über die Bühne gegangen. Einer der goldenen Sterne ging an das Berner Musik-Duo Lo & Leduc. Sie gewannen den Prix Walo in der Sektion Pop und Rock.

Die Berner hätten mit ihrem Song «079» die Charts und «die Herzen des Publikums» gestürmt, schreiben die Organisatoren in einer Mitteilung. Sie stachen damit die Musiker «Bligg» und «Trauffer» aus. Lorenz Häberli nahm die Trophäe entgegen, Luc Oggier fehlte bei der Preisverleihung.

Ebenfalls abwesend war TV-Moderator Kurt Aeschbacher, den die Zuschauer zum Publikumsliebling wählten. Aeschbacher setzte sich beim Voting gegen Sänger Baschi, Ex-Miss Linda Fäh und die Musikgruppe ZIBBZ durch.

In der Sektion des volkstümlichen Schlagers hat der Männerchor «Heimweh» gewonnen; der «Jodlerklub Wiesenberg», von denen etwa das Lied «Ewigi Liebi» bekannt ist, und die Jodlerin «Miss Helvetia» gingen leer aus.

Einen Walo gab es zudem in der Sektion Blues, Country und Rock. Dieser ging an die Formation «Krüger Brothers und Maja & Carlo Brunner», bestehend aus Jens und Uwe Krüger aus dem Aargau und den Brunner-Geschwistern.

«Wolkenbruch» gewinnt als bester Film

Der Prix Walo wird auch in anderen Sparten des Schweizer Showbusiness vergeben. Drei Preise gingen an den Film «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse», zum einen für den Film selber als besten Film 2018.

Zudem erhielt Joel Basman, der Motti Wolkenbruch spielt, die Auszeichnung für den besten Schauspieler 2018 und die Schauspielerin Noémi Schmidt, die im Film als Schickse «Laura» den jüdischen Jüngling bezirzt, wurde als beste Newcomerin ausgezeichnet.

Auch der «Tatort» schaffte es an die Verleihung, respektive Regisseur Dani Levy, dessen in Luzern in Echtzeit gedrehte Episode «Die Musik stirbt zuletzt» als beste TV-Produktion ausgezeichnet wurde

Preis für Slam-Poetin

Zudem gab es für die Slam-Poetin und Kabarettistin Patti Basler als «schnellste, satirische Protokollantin des Abendlandes» sowie für Theaterleiter Daniel Rohr für die beste Bühnenproduktion eine Trophäe. Artist, Kunstmaler und Produzent Rolf Knie erhielt den Ehren-Prix Walo für sein Lebenswerk.

Durch den Anlass geführt haben Prix Walo-Präsidentin Monika Kaelin sowie die Moderatoren Nicole Berchtold und Salar Bahrampoori. Der Prix Walo ist laut dem Verein Show Szene Schweiz «die höchste Auszeichnung im Schweizer Showbusiness». Gegründet hat ihn der Musiker und Orchesterleiter Walo Linder (1905-1979) im Jahr 1974. Damals hiess es noch «Goldener Tell». Die Umbenennung erfolgte 1980.

(SDA)